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Dem Pferd in den Kopf geschaut

Wer Pferdecoaching mit Führungskräften durchführt, der sollte auch etwas von der Psychologie und dem Gehirnaufbau von Pferden wissen. Wie unterscheidet sich das Pferdegehirn vom Menschengehirn?

Das Entscheidendste zuerst: Pferde sind Fluchttiere. Menschen nur manchmal. Und nur manche Menschen. Nebenbei: Es gibt auch Führungskräfte, die zu Fluchtverhalten neigen. Diese Spezies werden wir uns bei Gelegenheit noch näher anschauen.

 

Das Kleinhirn: Für die Bewegungsfreiheit

Wer flüchten will, muss schnell sein. Sonst hat die Flucht keinen Sinn. Daher ist das Kleinhirn von Pferden, das für die bewusste und unbewusste Koordination von Bewegungen zuständig ist und vom Gleichgewichtssystem reguliert wird, größer als beim Menschen. Was das ausmacht, kann jeder sehen, der Pferdefohlen und Menschenbabys miteinander vergleicht. Pferdefohlen stehen schon kurz nach der Geburt auf und laufen. Menschenbabys brauchen durchschnittlich fast ein Jahr, viel Geduld und einen langen Lernprozess.

 

Das Großhirn: die Oberste Instanz

Wie beim Menschen, teilt sich das Großhirn bei Pferden in zwei Gehirnhälften, die permanent Informationen aus den Sinnesorganen empfangen, verknüpfen und bewerten. Ein großer Unterschied liegt jedoch im sogenannten präfrontalen Cortex. Hier ist das Areal, das für kognitive Leistung, soziales Verhalten und Planung verantwortlich ist. Und hier liegt der Mensch ganz weit vorne. An die Denkerstirn des Menschen kommt das Pferd nicht ran. Ausgeklügelte Strategien entwickeln, Szenarien durchspielen, Gedankenkarussell fahren, das ist die Spezialität des Menschen. Für ein Fluchttier wäre es nur hinderlich, was-wäre-wenn-Gedanken durchzuspielen. Das Pferd muss sofort und sicher reagieren.

 

Der Mandelkern: Für die Gefühlssteuerung

Dieser Teil des Gehirns ist für Aufmerksamkeit aber auch Aggressivität zuständig. Pferdetrainer raten, den Mandelkern so selten wie möglich zu aktivieren, da er sich oft ungeplant einschaltet und dann für Pferd und Reiter unangenehm werden kann. Der Mandelkern speichert nämlich negative Reize und schaltet sich bei Gefahr ein. Eine vorherige Bewertung des Reizes findet jedoch nicht statt. Dafür ist keine Zeit. Wie ist das eigentlich beim Menschen? Mehr dazu in den anderen Blogbeiträgen.

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